Im Herbst und Winter 1998/99 erfolgte die Entschlammung des Kirchweyher Sees. Ein Saugbagger förderte damals 45.000 Kubikmeter Schlamm in vier große Polder, auf denen Landwirt Friedrich Meyer inzwischen längst wieder ackern kann.
Das Haus fällt auf, nicht weil eine Brandruine als Anbau seit einigen Jahren die Blicke der Vorbeifahrenden der Syker Straße (B 6) in Melchiorshausen auf sich ziehen. Nein, das längliche, weiß gestrichene Gebäude hatte offensichtlich ursprünglich eine andere Funktion als jetzt, da Garten- und Motorgeräte angeboten werden. Stimmt, es wurde mal als Mühle gebaut und hatte im Laufe eines Jahrhunderts verschiedene Funktionen.
Diese längst in Vergessenheit geratene Verbindung des heutigen Bahndamms und Meyerkamps unterquerte den damals hier viergleisigen Streckenabschnitt seit 1873.
Im Winter 1980 rückten Bagger an und brachen die am Ortsausgang in Richtung Brinkum gelegene alte Leester Wassermühle ab. Kurz danach entstand ein großes Mehrfamilienhaus an der gleichen Stelle; nur ein gemauertes symbolisches Wasserrad in der Hauswand erinnert an die Vorgeschichte. Damit teilte die Leester Mühle das Schicksal vieler Naturkraftmühlen unserer Region.
Schon vor vielen Jahren tauchte beim Bilder stöbern in Erichshof ein Foto auf, dass erst auf den zweiten Blick einen Bezug zur Gemeinde Weyhe hatte. Friedrich Meyer, der frühere Müller an der Bundesstraße 6, Ecke Hombachstraße, holte stolz ein vergilbtes Foto aus einer Schachtel und präsentierte „Windkraft Anno 1905“. Beim genaueren Hinsehen erkannte man am Windleitblech des mächtigen Windrades den Schriftzug „F. Meyer, Erichshof 1905“.
Auf den „Sudweyher Bahnhof“ angesprochen, reagieren viele Weyher Bürger mit etwas ratlosem Blick: „Sie meinen den Kirchweyher ...?" Nein, ich meine den Sudweyher! Etwas abgelegen, an der Raiffeisenstraße, befindet sich das Empfangsgebäude der Kleinbahn Bremen-Thedinghausen, mitten im alten Dorfkern Sudweyhes. (...) Auf Antrag des Weyher Gemeindearchivars Wilfried Meyer wurde der Bahnhof 1991 von der Bezirksregierung in Hannover dann als Baudenkmal eingestuft und damit erhaltungswürdig.
Am 11. September 1927 war es soweit! Die alten Brückenteile wurden gelöst, abgesenkt und um 15 m seitlich verschoben. Danach folgte der Verschub der neuen Brückenelemente und deren Verankerung. Nachdem eine Probebelastung durch sechs schwerster Lokomotiven erfolgreich verlaufen war, konnte die Arbeit weitergehen.
Nichts erinnert mehr an die frühere Viehladerampe auf der Westseite des Kirchweyher Bahnhofs. Dort, wo vor Jahren ein großer Parklatz für Autos und eine Zufahrt zum westlichen Ausgang des Tunnels angelegt wurden, genau hier blühte noch vor wenigen Jahrzehnten der örtliche Viehhandel.
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